Der "Vorfall"-17./18.09.2009

17.09.2009

An sich war es ein ganz normaler Tag.Unterricht,dann Besuch bei meiner Besten...alles ganz normal.Sie-meine Ex- war an jenem Tag an sich nicht Hauptbestandteil meiner Gedanken.Es war ein ganz normaler Tag.Am frühen Abend ging ich nach Hause.Dann fing es an:Ich bekam einen meiner mittlerweile Lebensbegleitern-einen Migräneanfall-ich wusste,was zu tun ist.Ich nahm wie üblich eine Kopfschmerztablette & legte mich hin.Wie immer,doch alles normal...Als ich gerade am Einschlafen war,sozusagen döste bekam ich plötzlich Atemnot,alles fühlte sich wie zugeschnürt an-ich hatte Todesangst...das Taubheitsgefühl,welches sich sonst primär auf meine rechte Hand beschränkte wanderte nun an meinem gesamten Körper umher.Mein Vater  & ich beschloßen in Windeseile in die Notaufnahme zu gehen...

Dort angekommen begannen Routinetest(Puls,Blutdruck,Reflexe,Herztonmessung). Jedoch fiel der Ärztin der eine meiner beiden Arme auf-frische Wunden.Ein Anruf in der ökunomischen Klinik-es war beschloßen...!

Ich hatte 10 Minuten meine Tasche zu packen & mein Vater fuhr mich fort.An der Klinik angekommen verirrten wir uns kurzzeitig...ich stand neben mir,war nicht ganz ich selbst-ich lies alles über mich ergehen.Wir fanden letztenendes zu Haus 15.Die geschloßene Anstalt...Erneut Routinetests-Kälte,Eile,Hasst...Sie nahmen mir alles,aber vorallem die Musik...

Mein Vater fuhr,lies mich allein...in meiner Zelle angekommen wurden Urinproben genommen.Nachdem das Licht ausgestellt wurde schlief ich als bald ein.Es war 23.45Uhr,als ich das letzte Mal auf die Uhr schaute-im Untersuchungsraum...

 

18.09.2009

Unsanft wurde ich geweckt:"Es ist schon dreiviertel Sieben!"-halb Sieben war aufzustehen.Noch benommen von der Nacht & immernoch nicht so recht realisiert wo ich nun letztenendes bin wurde mir Blut abgenommen-ein Bluttest.Der Pfleger sagte ich könne nun Zähneputzen & mich im allgemeinem  zum Frühsport fertig machen...ich tat dies.Die anderen 4 Patienten,welche mit mir in Haus 15,in der geschloßenen Anstalt "inhaftiert" waren würdigten mich spottender Blicke & Worte.Dann kamen wir auf das Freigelände-den "Garten"-.Abseits stehend & doch innerlich sagend,trotz enormer Widerede meines Logos mich anschließen zu müssen wartete ich-wie ein willenloses Tier-auf die Befehle:"5 Runden laufen!".Gesagt,getan.

Frühstück.Mein Magen knurrte-ich hatte seit Gestern abend um 6 nichts mehr gegessen & die letzten Stunden zerrten an meinen Kräften.Eine Patienten schob einen Wagen hinein.Brötchen,Kaffee für mich-extra bereitgestellt-,Marmelade-alles was so ein Standardfrühstück halt ausmacht.Dann setzten sich alle an den Tisch.Ich schnitt mir ein Brötchen auf,doch starrte es für eine Weile ersteinmal an,ehe ich aß.Nach dem Frühstück hatten die anderen zu tun.Sie redeten.Sie widerten mich an & belustigten mich zugleich...

Sie bereiteten den Aufhemtaltsraum für ein Zusammentreffen der Patienten,Pfleger & Psychatern vor.Bis es soweit war blieb noch Zeit-ich starrte aus dem Fenster,auf dem Boden,ging hin & her,auf & ab,vor & zurück.Nichts geschah.Einsamkeit.Isolation.Deprivation.Schmerzen. Nach circa einer halben Stunde-ich wusste nicht wie spät es war-kamen alle zusammen.Die "Alteingessenen" resümierten die Woche.Ich schwieg.Mein Fall war klar-meine Eltern & ich wollten nicht,dass ich in der geschloßenen  Anstalt bleibe,somit wurde ich auch nicht angesprochen.Eine der Psychaterinnen,welche letztendes anscheinend mir zugeteilt ist gab mir einen Zettel:"7.Oktober 2009,14Uhr;[ihr Name];Chipkarte & Überweisung vom Hausarzt mitbringen",des weiteren sagte sie:"Da klären wir,wie es weitergeht".Im Gespräch,was ich mit ihr eine Viertelstunde vor dem "großen Treffen" im Aufenthaltsraum hatte sagte sie,dass meine Eltern noch die Vollmacht über mich hätten,was heißt,dass alleine sie entscheiden könnten,was weiter geschieht.Auch sagte sie,dass meine Migräneanfälle lediglich psychosomatisch sind,doch wolle sie das organische zu 100% noch auschließen-mit der Röhre,welche ebenfalls am 7.10. auf mich zu kommt.Nach jenem "großen Treffen" hieß es für mich warten.Warten darauf,dass meine Eltern kommen & mich holen;Warten auf die Freiheit.

Dann kam mein Vater.Noch nie war ich so glücklich ihn umarmen zu können...ich war frei...

 

Die Tage danach

 Ich konnte Haus 15 nicht vergessen,was immer ich tat-irgendetwas erinnerte mich daran.Ich versuchte es mit Humor zu nehmen-eine gekonnte Ablenkung,doch innerlich schwöre ich mir:Nie wieder  da hin!Nie soll wieder irgendjemand dort hin!Da drinnen geht man eher kaputt,als das einem geholfen wird.Es ist wie ein Gefängniss...Ich feierte & lenkte mich ab.

 

Anmerkungen 

 

Der Aufenthalt in Haus 15 war für mich sehr schmerzhaft,wenn er auch nur kurz war.Ich hoffe sehr,dass ich nicht ab dem 7.10. für 3 Monate spurlos verschwinde,ich hoffe,dass meine Eltern zu mir stehen.Haus 15 bewies mir,wie viel mir doch an meiner Freiheit,an der frischen Luft,am Leben in Freiheit liegt...Für die Dauerleser:Haus 15 wird Kapitel 4 prägen.

20.9.09 16:23

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